DSW fordert: Bsirske soll Posten in Lufthansa-Aufsichtsrat räumen

Frank Bsirske, Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Lufthansa AG, bleibt für die Aktionäre der Airline ein Ärgernis. Obwohl ihm die Anteilseigner auf der letztjährigen Hauptversammlung die Entlastung verweigerten, sitzt der Gewerkschaftsboss nach wie vor in der gleichen Position im Kontrollgremium des Unternehmens.

Entsprechend groß war der Beifall der Aktionäre auf der heutigen Lufthansa-Hauptversammlung als DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker Bsirske zum Rücktritt aufforderte: "Treten Sie endlich zurück. Es kann nicht zugelassen werden, dass das Misstrauen der Eigentümer ohne jede Folge bleibt", sagte der Aktionärsschützer. Früher hätte eine Nichtentlastung ausgereicht, damit die betroffenen Aufsichtsratsmitglieder die Konsequenzen zogen, heute sei dies offensichtlich nicht mehr der Fall, so Hocker weiter. Das Thema "Rechtsfolge bei Nichtentlastung" müsse jetzt entweder vom Gesetzgeber oder vom Corporate Governance Kodex geregelt werden.

Pressemitteilung vom 16. Juni 2004

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Ansprechpartner für die Presse: Jürgen Kurz, Pressesprecher