Steilmann SE insolvent

Gerade einmal knappe fünf Monate nach dem Börsengang musste der Bekleidungshersteller Steilmann SE Insolvenz anmelden. „Diese Nachricht ist für betroffene Anleger die pure Katastrophe. Und betroffen sind bei Steilmann sowohl Aktionäre wie auch Anleihebesitzer“, sagt Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz). Steilmann hatte in den vergangenen Jahren drei sogenannte Mittelstandsanleihen mit einem Gesamtvolumen von 88 Millionen Euro begeben.

„Die DSW wird den Fall sehr intensiv analysieren. Aufgrund der kurzfristigen Abfolge der Ereignisse werden wir uns wohl leider auch mit der strafrechtlichen Relevanz auseinandersetzen müssen. Es ist schließlich nur schwer vorstellbar, dass die Steilmann-Führungsspitze vor fünf Monaten noch nicht geahnt hat, dass die Lage des Unternehmens derart prekär ist“, sagt Tüngler. Geschädigten Investoren rät der Anlegerschützer, die weitere Entwicklung genau zu beobachten. „Wir werden einen Informationsdienst aufsetzen, bei dem sich interessierte Anleger registrieren lassen können“, kündigt Tüngler an.

Die Gesellschaft hat bereits einen langen Niedergang hinter sich. Noch 1989 setzte die Steilmann-Gruppe als damals größter Konfektionshersteller Europas rund 1,5 Milliarden D-Mark um. 1999 ging mit Klaus Steilmann der Gründer und langjährige Chef von Bord. Bis 2004 fiel der Umsatz unter die 200 Millionen-Euro-Marke.

Interessierte Anleger können sich bei der DSW entweder per Mail (dsw@dsw-info.de) oder telefonisch unter 0211 / 6697 – 01 für den Steilmann-Infodienst registrieren lassen.

Pressemitteilung vom 24. März 2016

Mitglieder wenden sich bitte an die zuständigen DSW-Mitarbeiter.

Ansprechpartner für die Presse: Jürgen Kurz, Pressesprecher