DSW begrüßt Entscheidung der Telekom pro Präsenz-HV

Die Deutsche Telekom wird ihre Hauptversammlung am 7. April 2022 als Präsenzveranstaltung abhalten und nicht virtuell. „Das ist eine sehr gute Nachricht für die Telekom-Aktionäre und ein wichtiges Signal an alle anderen Gesellschaften“, sagt Frederik Beckendorff, der die Hauptversammlung des Telekommunikationsunternehmens für die DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz) besucht. Das Unternehmen habe sich damit bewusst gegen die Nutzung der aktionärsunfreundlichen rein virtuellen HV entschieden, die aufgrund der Corona-Notstandsgesetze grundsätzlich ebenfalls möglich gewesen wäre, so Beckendorff weiter.

Laut COVID-19-Gesetz können börsennotierte Unternehmen noch bis zum 31. August 2022 ihre Aktionärstreffen rein virtuell abhalten. „Für die Anteilseigner bedeutet das immer eine deutliche Einschränkung ihrer Rechte“, erklärt DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler. Insbesondere das Rede- und Auskunftsrecht sei bei der Online-Variante der Hauptversammlung deutlich beschnitten, so Tüngler.

Die Entscheidung der Telekom für eine Präsenz-HV verbessert aber nicht nur die Position ihrer Aktionäre deutlich, sie gibt zudem einen Fingerzeig, dass die Zukunft der Hauptversammlung nicht rein virtuell sein dürfte. „Aktuell liegt ein Gesetzentwurf vor, mit dem virtuelle Aktionärstreffen auch nach der Pandemie erlaubt werden sollen. Die Telekom, die nun da es aufgrund der pandemischen Lage wieder möglich ist, ihre Anteilseigner zu einer Präsenzveranstaltung einlädt, belegt, dass die Wirtschaft bezüglich der Zukunft der HV nicht so einig ist, wie es scheint. Etliche Unternehmen ziehen die Präsenz-HV zum Glück offenbar doch vor“, sagt Tüngler und weiter: „Nur eine Präsenz-Hauptversammlung ermöglicht eine echte Debatte.“

Mitglieder wenden sich bitte an die zuständigen DSW-Mitarbeiter.

Ansprechpartner für die Presse: Jürgen Kurz, Pressesprecher