Wirecard

Hilfe für Wirecard-Anleger

Eine Registrierung bei der Stiftung ist leider nicht mehr möglich, da das Anmeldefenster für Stichting Wirecard Investors Claim zum 21. Oktober 2023 geschlossen wurde.

Die DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz) hatte den Zahlungsdienstleister Wirecard insbesondere aufgrund der hohen Intransparenz und erheblicher Mängel in der Corporate Governance bereits seit etlichen Jahren kritisiert. „Mit der Adhoc-Mitteilung vom 18. Juni 2020, dass es für angeblich auf Treuhandkonten liegende 1,9 Milliarden Euro keine Nachweise gebe, wurden aber selbst unsere schlimmsten Befürchtungen übertroffen“, stellte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler damals fest.

Der Schaden, der durch den Wirecard-Skandal entstanden ist, ist immens. Nachdem Wirecard für insolvent erklärt worden war, mussten sich die Anleger anderweitig um eine Entschädigung bemühen. Die DSW setzt sich gemeinsam mit der Stichting Wirecard Investors Claim (eine Stiftung nach niederländischem Recht) für eine Entschädigung der geschädigten Wirecard-Anleger ein.

Die DSW und die Stiftung haben am 22. Dezember 2023 eine Sammelklage gegen den Wirtschaftsprüfer von Wirecard, das globale Finanzdienstleistungsunternehmen EY, vor. EY hatte seit 2009 die Jahresabschlüsse von Wirecard geprüft und die Abschlüsse des Unternehmens bis zum Geschäftsjahr 2018 uneingeschränkt bestätigt – trotz eindeutiger Hinweise und Warnungen von Wirecard-Mitarbeitern sowie kritischer Berichterstattung in der Presse.

Die DSW vertritt die Auffassung, dass EY mitverantwortlich und damit haftbar für den Schaden ist, den die Wirecard-Anleger erlitten haben. Obwohl ein Vergleich mit EY der schnellste und effizienteste Weg zur Entschädigung der geschädigten Anleger ist, sind die DSW und die Stiftung bereit und in der Lage, EY vor Gericht zu bringen.

Die Zusammenarbeit der DSW mit der niederländischen Stiftung eröffnet die Möglichkeit, einen kollektiven Vergleich mit EY abzuschließen, der anschließend von den niederländischen Gerichten für alle europäischen Anleger für verbindlich erklärt wird. Auf diesem Weg soll die Stiftung als mögliche europaweite Lösung für die erheblichen Risiken dienen, denen EY wegen seiner Rolle im Wirecard-Skandal ausgesetzt ist.

Informationen für DSW Mitglieder

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