Vision und Mission
Vision und Mission der DSW
Was treibt uns von der DSW an? Worauf arbeiten wir hin?
Als Interessenvertretung der Privatanlegerinnen und Privatanleger setzt sich die DSW für starke Eigentums- und Aktionärsrechte, verlässliche Rahmenbedingungen und einen fairen, transparenten Kapitalmarkt ein. Entscheidend ist für uns nicht nur, was wir täglich tun, sondern worauf wir langfristig hinarbeiten – welches Bild von Kapitalmarkt und Unternehmensführung unserem Engagement zugrunde liegt.
Deshalb haben wir eine Vision und Mission der DSW formuliert: als klares und verständliches Zielbild und als Wegweiser für unser Handeln.
Unsere Vision
Grundlegendes Ziel dieser Arbeit ist die Erhaltung und der Schutz des Privateigentums.
Die DSW verfolgt dabei die Vision eines fairen, transparenten sowie zukunftsfähigen Kapitalmarkts, in dem alle Anleger gleichberechtigt, informiert und geschützt sind.
Die DSW strebt eine Wirtschaftsordnung an, in der Anlegerschutz und unternehmerische Verantwortung nicht im Widerspruch stehen, sondern sich gegenseitig ergänzen und stärken. Ihre Vision ist eine Kapitalmarktlandschaft, in der Vertrauen, Integrität und nachhaltige Wertschöpfung zentrale Prinzipien sind, getragen von einer aktiven, kompetenten und kritischen Anlegerschaft, die als demokratische Kontrollinstanz die Unternehmensführung hinterfragt und zu einer langfristigen Ausrichtung beiträgt.
Die DSW will eine Gesellschaft in Deutschland und auch Europa mitgestalten, in der starke Aktionärsrechte, gute Unternehmensführung (Corporate Governance) und eine breite Beteiligung der Bevölkerung am Produktivkapital zu ökonomischer und ökologischer Stabilität sowie Innovation, Wohlstand und sozialer Teilhabe beitragen. Auf diese Weise soll der Kapitalmarkt als funktionaler Bestandteil der Gesellschaft verankert werden.
Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW) schützt und stärkt mit ihrer Arbeit die Rechte und Interessen von Privatanlegerinnen und Privatanlegern.
Ihr Wirken basiert dabei allein auf den Beiträgen ihrer Mitglieder und damit ohne die Inanspruchnahme von staatlichen Subventionen oder sonstigen öffentlichen Mitteln.
Im Zentrum ihrer Tätigkeit steht der Einsatz für einen fairen, transparenten und verlässlichen Kapitalmarkt, der allen Marktteilnehmern gleichberechtigten und freien Zugang ermöglicht, die europäische Kapitalmarktunion stärkt und langfristig zur wirtschaftlichen Stabilität und individuellen Vermögensbildung beiträgt.
Unsere Mission
Die DSW engagiert sich für eine verantwortungsvolle, transparente und nachhaltige Unternehmensführung. Als Vertreterin der freien Aktionäre nimmt sie jährlich an rund 600 Hauptversammlungen teil und bewertet sowie hinterfragt dort unter anderem:
- die Leistung der Unternehmensführung,
- den Erfolg der Strategie und deren Umsetzung,
- die Angemessenheit der Vergütungen sowie der Vergütungssysteme für Vorstände und Aufsichtsräte,
- die Arbeit, Zusammensetzung und Unabhängigkeit der Kontrollorgane, sowie
- wesentliche Unternehmensentscheidungen, wie beispielsweise Struktur- oder Kapitalmaßnahmen.
Zudem ist die DSW unter anderem in der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex, der Börsensachverständigenkommission und verschiedenen weiteren Gremien in Deutschland und Europa sowie auch in Aufsichtsräten vertreten und bringt dort die Sichtweise der Privatanleger aktiv ein.
Die DSW vertritt die Interessen von Anlegerinnen und Anlegern auf gesetzgeberischer, unternehmerischer und regulatorischer Ebene in Berlin und Brüssel. Dabei setzt sie sich für die Wahrung grundlegender Aktionärsrechte ein – insbesondere in folgenden Bereichen:
- Delisting-Verfahren, bei denen eine Beendigung der Börsennotierung ohne angemessenen Schutz und damit zulasten der Minderheitsaktionäre erfolgt,
- StaRUG-Verfahren nach dem Gesetz über den Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen für Unternehmen, wenn Restrukturierungsmaßnahmen zur Aushöhlung der Eigentumsrechte führen,
- Einschränkungen des Beschlussmängelrechts, die den gerichtlichen Rechtsschutz gegen rechtswidrige Hauptversammlungsbeschlüsse gefährden und dadurch den allgemeinen Compliance-Druck sowie die präventive Wirkung unangemessen reduzieren würden,
- Installation eines angemessenen Haftungsregimes, das Aktionäre vor rechtswidrigen Eingriffen in ihr Eigentum und Vermögen schützt und eine Kompensation möglicher Schäden – auch im kollektiven Rechtsschutz – effektiv und ohne unnötige Hürden ermöglicht.
- Im Rahmen der europäischen Kapitalmarktunion arbeiten wir aktiv an einer Stärkung der Aktionärsbeteiligung in Deutschland und Europa, damit Anleger ihre Aktionärsrechte ohne unnötige Hürden und Kosten wahrnehmen können.
Übergeordnetes Ziel ist es, faire Beteiligungsbedingungen sicherzustellen und eine Benachteiligung von Anlegern konsequent zu verhindern.
Die DSW unterstützt Anleger bei der Geltendmachung von Ansprüchen – etwa im Zusammenhang mit fehlerhaften Kapitalmarktinformationen, Bilanzdelikten oder sonstigem rechtswidrigen Handeln sowie bei der Überprüfung von Abfindungsangeboten bei Übernahmen, Delistings oder Squeeze-outs.
Ein wesentliches Instrument ist die Begleitung von Muster- und Sammelverfahren. Die DSW tritt für den Erhalt eines effektiven Rechtsschutzes ein, der eine unabhängige gerichtliche Überprüfung gesellschafts- und kapitalmarktrelevanter Maßnahmen gewährleistet.
Im Zentrum steht die „Waffengleichheit“ zwischen Anlegern und den oft wirtschaftlich überlegenen Anspruchsgegnern, zum Beispiel durch die Initiierung von Finanzierungslösungen für die Durchsetzung von Anlegeransprüchen. Ein Beispiel dafür ist das niederländische Stiftungsmodell in Sachen Wirecard.
Allein ein informierter und aufgeklärter Anleger ist in der Lage, eigenverantwortlich und sachgerecht am Kapitalmarkt teilzunehmen. Aus diesem Grund fördert die DSW die finanzielle Allgemeinbildung durch eine Vielzahl von Maßnahmen – darunter Anlegerforen, Seminare, Webinare, Informationsportale, Veröffentlichungen und Checklisten sowie eine individuelle Beratung.
Ziel und Maßstab der DSW ist es, Privatanleger in die Lage zu versetzen, Investitionsentscheidungen eigenständig und eigenverantwortlich zu treffen, ohne dabei auf die Hilfe Dritter angewiesen zu sein.
Grundlage dafür ist, dass allen Anlegern ausreichend sowie die gleichen Informationen vorliegen. Eine Informationsasymmetrie ist für uns inakzeptabel und gilt es immer zu vermeiden.
Aus Sicht der DSW sollte eine Ausbildung in finanziellen Fragen bereits in der Schule beginnen und bundesweit sowie nachhaltig in den Lehrplan integriert werden.
Angesichts der strukturellen Herausforderungen des deutschen Rentensystems setzt sich die DSW für eine substanzielle Ergänzung der umlagefinanzierten Altersvorsorge durch kapitalgedeckte Modelle ein.
Die DSW befürwortet insbesondere die Einführung einer Aktienrente sowie eines staatlich geförderten Altersvorsorgedepots, das allen Bürgerinnen und Bürgern offensteht.
Dabei ist sicherzustellen, dass die Sparerinnen und Sparer eine freie, produktunabhängige Auswahl aus einem breiten und qualitativ hochwertigen Anlageuniversum haben – und dass ihre Erträge nicht durch überhöhte Abschluss- oder laufende Vertriebskosten geschmälert werden.
Diese Maßnahmen können einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen finanziellen Absicherung im Alter leisten und zugleich die Partizipation breiter Bevölkerungsschichten am Produktivkapital fördern.