Aktionäre der Signa Sports United stellen sich gegen Niedergang und sind bereit, Verantwortung in neuem Setup zu übernehmen

Erster Teilerfolg vor Gericht

 

Düsseldorf, 24. Oktober 2023 – Bereits vor mehreren Monaten hat sich die Situation bei der formaljuristisch in den Niederlanden ansässigen und in New York gelisteten Signa Sports United N.V. immer weiter verschlechtert. Der Aktienkurs kannte seit langer Zeit allein eine Richtung - gen Süden.

 

Nachdem Anfang Oktober vom Management zunächst der Rückzug von der Börse via Delisting angekündigt wurde, reagierte in den vergangenen Tagen dann überraschend die Signa Holding von René Benko und zog eine schriftlich zugesicherte Kreditlinie in Höhe von 150 Millionen Euro zurück. Als Konsequenz wiederum folgten zeitnah erst die Ankündigung und kurz darauf die ersten Umsetzungen von Insolvenzanträgen für die Signa Sports United Holding sowie verschiedene Tochtergesellschaften. Die Aktionäre stehen vor einem Totalverlust, nachdem sie zunächst zumindest ihr Eigentum trotz angekündigtem Delisting hätten wahren können.

 

Trotz der katastrophalen Entwicklung, die nun zur Insolvenz weiter Teile der Gruppe führte, sehen ehemalige Gründer wie auch langjährige Manager der Töchter eine positive Fortführungsprognose. Dies allerdings allein in einem neuen Setup, da das alte Regime augenscheinlich der Marktsituation und den Herausforderungen nicht oder zumindest nicht mehr gewachsen war. Besonders negativ fiel die Signa Sports United durch ihre fehlende echte Unternehmensstrategie, ihre Intransparenz sowie ihre ganz eigene Governance auf.

 

Aus diesem Grund haben verschiedene Aktionäre unter Führung der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW) bei dem in den Niederlanden zuständigen Enterprise Chamber of the Amsterdam Court of Appeal einen Eilantrag eingereicht, um in der aktuell höchst angespannten Situation bewusst Verantwortung übernehmen zu können und unter anderem einen Sitz sowie ein Vetorecht im Board der Gesellschaft zu erhalten.

 

Am gestrigen Nachmittag, somit am 23. Oktober 2023, hat das Amsterdamer Gericht in einem ersten Schritt entschieden, dass das Board der Signa Sports United N.V. alles Notwendige und Mögliche zeitnah zu unternehmen habe, um sich gegenüber der New York Stock Exchange in dem eingeräumten Zeitfenster zu dem angestoßenen Delisting zu erklären und damit eine Überprüfung zu ermöglichen.  Über die weiteren Punkte der Eingabe (Sitz im Board, Vetorecht) wird das Gericht sehr zeitnah entscheiden. Der gesamten Petition können sich auch weitere Aktionäre der Signa Sports United N.V. anschließen und damit aktiv werden sowie klar vermitteln, dass trotz der derzeit verheerenden Situation Lösungen für die Gesellschaft, mindestens aber für Teile der Gruppe, möglich sind.

 

Betroffene Aktionäre können sich bei der DSW per Mail unter
kontakt@dsw-info.de melden.

Kontakt:

DSW (Deutsche Schutzvereinigungfür Wertpapierbesitz e.V.)

Erik Bethkenhagen (Pressesprecher)

Tel.: 0211 / 6697-61

e-mail: erik.bethkenhagen@dsw-info.de

 

 

 

Mitglieder wenden sich bitte an die zuständigen DSW-Mitarbeiter.

Ansprechpartner für die Presse: Erik Bethkenhagen, Pressesprecher