- Startseite
- Presse
- Pressemitteilungen 2026
- DSW und Ethos gegen...
DSW und die schweizerische Ethos Stiftung fordern Präsenz- oder Hybridhauptversammlungen
Düsseldorf/Zürich, 5. März 2026
Während mittlere und kleinere Unternehmen in der Mehrheit zur Präsenzhauptversammlung zurückgekehrt sind, entscheiden sich nach wie vor verschiedene DAX-Unternehmen für das ausschließlich virtuelle Hauptversammlungsformat. Dieses Format wird in anderen europäischen Ländern kaum genutzt. Vor diesem Hintergrund fordert eine Gruppe von Investoren von den größten betroffenen DAX-Unternehmen, die physische Präsenz an ihren Hauptversammlungen zuzulassen. Die Gruppe umfasst die DSW und ihren Schweizer Partner Ethos sowie deren Mitglieder und Kunden des Ethos Engagement Pools International und der Ethos Engagement Services und wird von Shareholders for Change und dem europäischen Verband BETTER FINANCE unterstützt. Die Unterzeichner dieser Kampagne verwalten Vermögen von insgesamt 468 Milliarden Euro.
Aktionäre: Klare Präferenz für Präsenz
Der DSW HV-Report 2025 (dsw-info.de) zeichnet ein klares Bild: Aktionäre, die aktiv von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen wollen, setzen mehrheitlich auf die persönliche Teilnahme. Im DAX erreichten Präsenzhauptversammlungen 2025 eine durchschnittliche Beteiligungsquote von knapp 70 Prozent, rund sieben Prozentpunkte mehr als bei virtuellen Formaten mit etwa 63 Prozent. Zudem ist die Präsenz in virtuellen Hauptversammlungen seit 2023 kontinuierlich gesunken. „Das widerspricht der häufig geäußerten These, digitale Formate seien für Aktionäre attraktiver. Tatsächlich zeigen die Zahlen, dass viele Anteilseigner mit dem virtuellen Format fremdeln", so Christiane Hölz, Geschäftsführerin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW).
Deutschland nicht im Trend
„Deutschland ist das einzige Land in Europa, in dem mehrere Unternehmen auch nach der Corona-Pandemie rein virtuelle Hauptversammlungen abhalten. Ein hybrides Format würde dem Aktionariat die Wahlfreiheit zwischen physischer und virtueller Teilnahme sowie den direkten Austausch mit Vorstand und Aufsichtsrat gewähren“, sagt Vincent Kaufmann, Direktor der Ethos Stiftung. Für die Unterzeichner gehören die Präsenzhauptversammlung oder die hybride Form zur Best Practice im Bereich Corporate Governance.
Die DSW, Ethos und die unterzeichnenden Investoren werden die Entscheidung des Unternehmens zum Format der Hauptversammlung bei ihren Abstimmungsentscheidungen zur Entlastung des Vorstands und ggf. des Aufsichtsrats auf der Hauptversammlung 2026 berücksichtigen.
Mitglieder wenden sich bitte an die zuständigen DSW-Mitarbeiter.
Ansprechpartner für die Presse: Erik Bethkenhagen, Pressesprecher