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DSW-Preis für gute Unternehmensführung 2025
Tim Höttges hat den Elefanten zum Tanzen gebracht. So wurde der Chef der Deutschen Telekom gelobt, als ihm die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) diese Woche den Preis für gute Unternehmensführung verliehen hat. Die T-Aktionäre haben ihren Einsatz verdreifacht, seit Höttges 2014 als CEO in Bonn angetreten ist. Wie das geht? Mit Lehren aus der Landwirtschaft, sagt der Manager. „Bauern haben immer schon langfristig gedacht, mit knappen Ressourcen gewirtschaftet und Verantwortung für ihre Gemeinschaft getragen.“ Die Telekom mache nicht immer alles richtig: „Aber wir beackern sehr große Felder – bei Wind und Wetter, seit mehr als 30 Jahren. Dafür haben wir uns selbst kreierte Bauernregeln gegeben“, sagte Höttges in seiner Dankesrede, die wir hier in Auszügen wiedergeben:
Erstens: Good is not leading. Kein anderer Telekomkonzern Europas ist in den vergangenen Jahren so stark gewachsen und hat den Aktionären eine so gute Rendite gebracht. Das wäre nicht möglich, wenn wir uns mit dem Mittelmaß zufriedengeben würden. Gut ist eben nicht gut genug. Wenn jeder seinen Job im Unternehmen mit einer Leading Attitude macht, kann die Summe der Einzelteile nur führend sein. Und deswegen sind wir nie zufrieden mit dem Status quo.
Zweitens: Ich bin die Telekom – auf mich ist Verlass. Die Telekom ist kein Rennpferd, sie ist der Ackergaul der deutschen Wirtschaft. Wir ziehen unsere Furchen: bei Glasfaser, bei 5G, in den USA, in Europa genauso wie in Deutschland. „Wer zu spät pflügt, erntet wenig“, sagt der Volksmund. Deswegen investieren wir aktuell zusätzliche Milliarden in die deutsche Souveränität. So modernisieren wir – genau wie die USA es uns vormachen – unsere Prozesse und automatisieren unsere Industrie. Damit sie nicht weiter abwandert oder verschwindet, sondern in Deutschland produktiver werden kann.
Drittens: Radikale Transparenz. Bauern wussten schon lange, was in manchen Vorstandsetagen erst entdeckt werden musste: Wer seinen Acker offen wendet, dem fault kein Korn im Verborgenen. Zu viel Einigkeit bei einer These im Team macht mich misstrauisch, Befindlichkeiten und Einzelinteressen müssen ausgeklammert werden. Manager haben bei uns eine zentrale Aufgabe: Entscheiden. Und wenn du es nicht entscheiden kannst, hast du die Pflicht, es nach oben zu delegieren. Und wenn es dort wiederum nicht gelöst werden kann, landet es irgendwann auf meinem Schreibtisch.
Viertens: Put your blinkers on. In einer Welt voller Zweideutigkeiten und Unberechenbarkeit haben wir oft den starken Instinkt, uns einzuigeln. Wir lassen uns von der schlechten Stimmung im Land oder im Unternehmen anstecken. Das nimmt uns enorm viel Energie. Wir neigen dann dazu, uns dem Pessimismus hinzugeben. Deshalb haben wir unsere eigene Bauernregel formuliert: Put your blinkers on. Zieh deine Scheuklappen auf. Lass dich nicht von der negativen Stimmung um dich herum anstecken. Behalte dein Ziel im Auge – dann erreichst du es auch in schwierigen Zeiten.
„Nicht jeder Wind ist ein Sturm“, sagt der Volksmund. Wir sind als Deutsche Telekom der lebende Beweis dafür, dass früher eben nicht alles besser war. Bei unserer Gründung vor 30 Jahren haben wir keinen Euro außerhalb von Deutschland verdient. Heute erwirtschaften wir 80 Prozent unseres Umsatzes im Ausland – 120 Milliarden Euro. Vor 30 Jahren waren wir eine Telekomgesellschaft unter vielen. Heute sind wir mehr wert als alle europäischen Telkos zusammen.
Fünftens: Stay happy as a person. „Wer lacht, pflügt leichter“, sagt der Volksmund. Ich glaube, das gilt für jede Organisation. Wer selbst glücklich ist, führt andere besser. Ein Vogel braucht immer zwei Flügel, um fliegen zu können. Arbeit ist wichtig, aber nicht alles. Wir können nicht erfolgreich arbeiten, wenn wir privat nicht glücklich sind. Eine Familie haben, einen Freundeskreis, Hobbys, Interessen – ein Ausgleich neben unserem Beruf. Das motiviert und schafft Freude. Wer privat belastet ist, performt auch im Job nicht gut. Umgekehrt machen sich Belastungen im Job nicht gut zu Hause. „Wer sein Herz im Stall lässt, friert auf dem Feld.“ Auch das ist eine alte Weisheit.
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